Gemeinde Eschelbronn

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Amtsblatt Nr. 25 vom 21. Juni 2019

Stadtradeln - 44 Radler legten für Eschelbronn 13.050 Kilometer zurück
 
Bei der Aktion „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“ war in diesem Jahr zum ersten mal auch Eschelbronn dabei, und das mit einem am Ende überraschenden Ergebnis. Von 54 Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis nahmen 36 daran teil und aus der näheren Umgebung waren dies noch Lobbach,  Waibstadt,  Zuzenhausen, Meckesheim, Mauer, Bammental, Gaiberg  und Wiesenbach. Ziel dieser 3-wöchigen Aktion, die zum 12. Mal veranstaltet wurde ist es, mit dem gemeinsamen Fahrrad fahren einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Förderung des Radverkehrs in der Region zu leisten.
So haben sich vier Teams gebildet, die für Eschelbronn auf dem Fahrradsattel an den Start gingen. Neben dem „Offenen Team“ der Gemeinde mit fünf  Teilnehmern und den beiden Familienteams von Michael Knee und Johann Triller mit vier bzw. zwei Teilnehmern war noch das „Wolfsrudel“ dabei, das mit 33 Teilnehmern das größte Team bildete. Diese Gruppierung trifft sich seit fast 20 Jahren regelmäßig zum Fahrrad fahren und hat schon einige größere Touren hinter sich.
Am Ende konnte das Schreinerdorf stolze 13.050 gefahrene Radkilometer für sich verbuchen, das unter den 36 Kommunen Platz 24 bedeutete. Interessanter aber ist die Tatsache, dass dies umgerechnet 4,8 km je Einwohner sind. Damit belegte man einen hervorragenden 3. Platz im Landkreis und hat einige größere Städte um einiges hinter sich gelassen. Bürgermeister Marco Siesing war angesichts des Resultates überwältigt: „13.050 km auf dem Fahrrad bedeutet nicht nur eine hervorragende körperliche Leistung, sondern es schafft auch ein Stück Gemeinschaftsgefühl für unser Dorf auf dem sich aufbauen lässt. Das wir damit den 3. Platz bei den Kilometern pro Einwohnern erreichen, ist unglaublich und zeugt von der Motivation unserer Bürger beim Thema Radfahren. Ich möchte deshalb einen großen Dank für die Bereitschaft zur Teilnahme und den großen Einsatz loswerden. Wenn das Interesse da ist, werden wir auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam in die Pedale treten.“, so Siesing.  
Was den Klimaschutz betrifft, wird bei dieser Aktion von 142 Gramm CO-2 ausgegangenen, die mit jedem Radkilometer eingespart wird, wenn man nicht mit dem Auto unterwegs ist.
Für Eschelbronn sind dies beachtliche 1.853 Kilogramm, mit denen man nicht die Umwelt belastete. Relativ ist diese Zahl jedoch im Vergleich zu den über 10.000 Tonnen, die jedes Jahr im Hamburger Hafen von den Kreuzfahrt- und Containerschiffen ausgestoßen werden.
In einer weiteren Auswertung wird das Rad-Verhalten der sogenannten „Parlamentarier“ beobachtet, die mit gutem Beispiel voran gehen sollen. Mit Bürgermeister Marco Siesing, den Gemeinderäten Martin Schilling und Klaus Reischl sowie dem Neu-Gemeinderat Pasi Echner waren vier Vertreter aus dieser Riege am Start. In dieser Hinsicht ist im Eschelbronner Gemeindeparlament also noch etwas Luft nach oben. „Hier ist klar Verbesserungspotenzial vorhanden, meint Bürgermeister Siesing. Mit der Teilnahme von drei aktiven und einem neu gewählten Mitglied des Gemeinderates können wir in diesem Jahr nicht zufrieden sein. Das Ziel für das kommende Jahr heißt: Mindestens die Hälfte aller Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sollte dabei sein und mitradeln. Das wäre das richtige Zeichen. Ich bin mir aber zuversichtlich, dass das Gremium hier liefern wird“, so Siesing mit einem Schmunzeln abschließend.
Als echte Radgiganten haben sich Nicola Fritzen (711 km),  Peter Friedel (638 km) und Uwe Hartmann (604 km) erwiesen. Und auch Pasi Echner, Eckhard Mayer und Klaus Reischl fahren Tag für Tag das ganze Jahr über mit dem Drahtesel zur Arbeit, bei Wind und Wetter. Für sie alle ist das  Radfahren keine kurzfristige Aktion, sondern eine nachhaltige Betätigung zur Erhaltung der körperlichen Fitness und zum Schutz des Klimas.
„Warum macht man diese Aktion nicht das ganze Jahr ?“, fragt sich etwa Peter Friedel.
Oder Michael Knee, der die Aktion nutzte, um seinen Urlaubsort in Tirol mit dem Rad anzusteuern und in knapp drei Tagen 500 km einsammelte.
 
Das „Stadtradel“-Teilnehmerfeld war bunt gemischt. Ältester Teilnehmer war der 80-jährige Erich Hütter und die jüngsten Teilnehmer waren Amelie Schick und Dustin Triller aus der 3. Grundschulklasse.
Zusammenfassend freute sich Bürgermeister Marco Siesing über eine „phänomenale Leistung“ und ist deshalb „stolz auf sein kleines Dorf“.
Die kreisweite Abschlussveranstaltung findet am 13. Juli ab 14 Uhr im Rahmen des Neckargemünder Altstadtfestes statt, wozu natürlich auch hingeradelt werden soll.
Nach den diesjährigen guten Erfahrungen kann man fest davon ausgehen, dass die Eschelbronner auch im nächsten Jahr wieder an den Start gehen werden, um auf dem Fahrradsattel die Region zu erkunden und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
 
 

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