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Gemeinde Eschelbronn (Druckversion)

Amtsblatt Nr. 48 vom 29.November 2019

Heimat- und Verkehrsverein
 
Winterfeier mit Vereinsehrungen und Erinnerungen an den einstigen Fanfarenzug
 
Eine Reihe von ausgewöhnlichen Ehrungen stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Winterfeier im Feuerwehrsaal.
Aber zunächst eröffneten Gerhard Hilberer am Schlagzeug und Raimund Huber an der Gitarre mit dem „Badner-Lied“ und mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ stimmungsvoll den Abend.
Die alte Ortsfunkfanfare ertönte, die früher einmal täglich die Ortsneuigkeiten hinaus posaunte. Dabei wurde zum Beispiel die nächste Holzversteigerung angekündigt und das Wochenendprogramm der „Ebro-Lichtspiele“, dem einzigen Kino im Umkreis, bekannt gegeben.
Vorstand Rainer Heilmann begrüßte besonders Bürgermeister Marco Siesing und den neuen evangelischen Pfarrer Ralf Krust. Der Pfarrer gab bei seiner Vorstellung im Schreinerdorf vor fast einem Jahr die Heimat- und Ahnenforschung unter anderem als eines seiner Hobbys an.
So besuchte er seit seinem Amtsantritt zusammen mit seiner Frau schon das Schreiner- und Heimatmuseum und war jetzt auch bei der Winterfeier zu Gast. Er wird wohl bald der erste Pfarrer im Ort sein, der im Mitgliederverzeichnis des Heimat- und Verkehrsvereins steht.
Da ist er mit seinem Hobby auch gut aufgehoben.
Der Vorstand rief dazu auf, am heutigen Abend Abstand vom Alltagsstress zu gewinnen und Ruhe einkehren zu lassen. Diesem Aufruf wurde dann auch gerne gefolgt.
Sehr eindrucksvoll mit einer Menge von Bildern erinnerte dann Hans-Peter Miesel an das vergangene Jahr. Dabei beleuchtete er nicht nur das lokale Vereinsgeschehen, sondern auch viele andere Ereignisse im Ort, die vielen noch in Erinnerung sind. Und er wagte auch einen Ausblick in die Zukunft.
Die kleinsten Gäste der Winterfeier ehrte Rainer Heilmann bei der Preisverleihung zum diesjährigen Kerwe-Luftballonwettbewerb.
Über den Jahresrückblick und über den Luftballon-Wettbewerb wird in der nächsten Amtsblattausgabe noch ausführlicher berichtet.
Die Vereinsehrungen aber sollten zentrales Thema der diesjährigen Winterfeier sein, denn es waren nicht ganz alltägliche.
Bernd und Beate Pfister durften sich über eine 10-jährige Mitgliedschaft freuen und noch 20 Jahre mehr auf dem Vereinsbuckel haben mit 30-jähriger Mitgliedschaft Hans-Peter Miesel, Gerda Ludwig, Manfred Dworschak und Hans-Joachim Ludwig. Georg „Schorsch“ Streib ist seit 40 Jahren dabei und bei der Ehrung ärgerte er sich etwas darüber, „dass er mit seinen jetzt 70 Jahren eigentlich schon viel früher hätte dabei sein müssen“.
 
Spektakulär dann der Übergang zu den Ehrungen der Mitglieder mit 60-jähriger Vereinszugehörigkeit. Manfred Schmitt marschierte mit der Trommel am Gürtel in den Saal und intonierte den „Lock-Marsch“. Es war derjenige Marsch, mit dem einst jeder Auftritt des Fanfarenzuges eingeläutet wurde.
Ja, es gab wirklich einmal einen Fanfarenzug des Heimat- und Verkehrsvereins zwischen 1959 und 1974 und die Männer der ersten Stunde waren damals Wolfgang Streib, Herbert Zimmermann, und Roland Dworschak an der Trommel, sowie Dietmar Braun, Heinz Schmitt und Karl-Hans Eisenbeis an der Fanfare, die im Ort bei Kerwe- und Sommertags Umzug oder zu anderen Anlässen an ihren Instrumenten mächtig einen drauf hauten und Dampf abgelassen haben.
Von Anfang an als begleitendes Mitglied war auch Helmut Schifferdecker dabei, der sich vor allem um die Finanzen der Kapelle kümmerte.
Bevor sich der Vorstand bei diesen Vereinsmitgliedern mit Urkunde und Präsent bedankte, erwähnte er eine kurze Episode, wie denn der Fanfarenzug damals eigentlich zustande kam.
Dass er am Ende nur 15 Jahre alt wurde, ist aus heutiger Sicht etwas bedauerlich, aber die schönen Erinnerungen daran bleiben bei allen bestehen.
Zum 60-jährigen Jubiläum des Fanfarenzuges ist daher im nächsten Jahr eine Ausstellung mit vielen Bildern aus dieser Zeit in der alten Pausenhalle in Vorbereitung.
Wer dazu noch Bilder in seinem Besitz hat, darf sich gerne mit jedem Vorstandsmitglied des Heimat- und Verkehrsvereins in Verbindung setzen. Die Bilder gehen natürlich nach Ende der Ausstellung an die Besitzer zurück.
 
Nach Heimaträtsel, auch darüber wird noch berichtet, und Tombola endete auch in diesem Jahr wieder eine vorweihnachtlich sehr stimmungsvolle Winterfeier.
Ganze 2 Bratwürste hatte am Ende der Veranstaltung die Küche übrig, was auch dafür ein Beweis ist, ist dass es den Gästen wieder einmal gut geschmeckt hat und das Küchenpersonal ganze Arbeit leistete.
Rainer Heilmann verabschiedete die Gäste mit einem „Gute Nacht“, verbunden mit dem Wunsch, dass man sich im nächsten Jahr bei guter Gesundheit in der Runde wiedersehen möge.

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